Im Jahr 2024 tendierten die Leser zu Vertrautem – doch überraschenderweise sprengten viele herausragende Comics kreative Grenzen und lieferten gleichzeitig Spitzenleistungen. Die Flut wöchentlicher Neuerscheinungen großer Verlage und vielfältiger Graphic Novels für jede Altersgruppe kann überwältigend sein. Dennoch haben wir unsere Lieblingstitel des Jahres zusammengestellt.
Wir haben unsere Gedanken in einer einzigen Zusammenfassung zusammengefasst. Ein paar kurze Anmerkungen:
Der Fokus liegt weiterhin hauptsächlich auf Marvel und DC, mit wenigen Ausnahmen für Titel, die fast Superhelden sind. Serien mussten mindestens 10 Ausgaben umfassen – neuere Reihen wie Ultimates, Absolute Batman oder Aarons Ninja Turtles wurden daher ausgeschlossen. Die Rangliste berücksichtigt ganze Serienbögen, nicht nur die Veröffentlichungen aus dem Jahr 2024, mit Ausnahme von Jed McKays Moon Knight und Joshua Williamsons Robin. Anthologien wie Action Comics wurden aufgrund wechselnder Kreativteams ausgeschlossen.
Inhaltsverzeichnis
Batman: Zdarsky Run Nightwing von Tom Taylor Blade + Blade: Red Band Vengeance of the Moon Knight + Moon Knight: Fist of Khonshu Outsiders Poison Ivy Batman and Robin von Joshua Williamson Scarlet Witch & Quicksilver The Flash Series von Simon Spurrier The Immortal Thor von Al Ewing Venom + Venom War John Constantine, Hellblazer: Dead in America Ultimate X-men von Peach Momoko 1 0 Kommentar dazu
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Es entgeht nur knapp der Mittelmäßigkeit – technisch ausgefeilt, aber letztendlich unvergesslich. Der „Wrong Batman”-Handlungsbogen ist unausgereift, mit Ausnahme der Joker-Nebenhandlung, die stärkere Kritik verdient.
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Wäre es früher zu Ende gegangen, hätte es unsere Liste anführen können. Stattdessen hat die Füllung in der Endphase sein Potenzial verwässert. Während Taylors emotionale Höhepunkte nachwirken, hat sich die Serie mit dem mittleren Standard von DC zufrieden gegeben – weit entfernt vom Vermächtnis von Hawkeye.
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Da der Film verschoben wurde, hat der Comic die perfekte Nische für Blade gefunden: viszerale, vampirjagende Action, ausgeführt in rasantem Tempo.
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Eine chaotische Neuauflage untergrub das Potenzial – Marks überstürzte Rückkehr verwässerte die Nebenhandlungen und die Charakterentwicklung. McKays aktuelle Serie bietet Hoffnung auf eine Kurskorrektur.
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DCs Hommage an Planetary stützt sich zu sehr auf plumpen Metakommentar. Vorhersehbar, aber harmlos – die Brillanz des Originals bleibt unberührt.
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Ivy's Solo-Odyssee – mittlerweile auf über 30 Ausgaben angewachsen – schwankt zwischen hypnotischer Psychedelia und überfliegbaren Passagen, behält aber dennoch ihren eigentümlichen Charme.
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Williamson trifft erneut auf Damian Wayne und setzt sich mit den Themen Jugend und Vaterschaft auseinander. Auch wenn es nicht an Robins Debüt heranreicht, ist es doch sehr emotional – und ja, das Robinmobile bringt Bonuspunkte.
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Eine erfreuliche Ausnahme – diese gemütliche, kunstorientierte Serie lebt eher von ihrer Einfachheit als von Neuerfindungen. Wanda's Emporium beweist, dass weniger mehr ist.
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Spurriers Ansatz ist dicht und bewusst herausfordernd und erfordert Anstrengung – aber gerade diese Unvorhersehbarkeit macht den Reiz aus. Wohin die Reise letztendlich geht, bleibt offen.
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Allein Ewings Ruf hält dieses mühsame Werk am Leben – weder eine fesselnde Mythologie noch Superhelden. Dennoch macht seine miteinander verknüpfte Überlieferung die Leser süchtig nach einer Belohnung, während die Kunst in Walhalla aufsteigt.
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Das Chaos in Person – verheerend und doch berauschend. Mehrfache Wiederholungen bestätigen seine hypnotische Anziehungskraft.
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Der in Großbritannien angesiedelte Auftakt ist genial – ein Meerjungfrauen-/Einhorn-Duo könnte diese gesamte Liste in den Schatten stellen. Die US-Fortsetzung schwächelt mit banalen Predigten über Freiheit. Dennoch bleibt Spurriers Constantine unübertroffen und verbindet Brillanz mit Exzess.
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Ein von Manga inspirierter Horror mit Superkräften und X-Men-DNA – der seine ambitionierte Prämisse irgendwie noch übertrifft. Momokos Vision liefert jeden Monat Magie.